SONNENSCHUTZ ZUM ESSEN – IN WELCHEN LEBENSMITTELN NATüRLICHER UV-BLOCKER ENTHALTEN IST

Wertvolle Nährstoffe

Sonnenschutz zum Essen – in welchen Lebensmitteln natürlicher UV-Blocker enthalten ist

Eine ausgewogene Ernährung mit den richtigen Lebensmitteln kann die Haut vor UV-Strahlung schützen. Kann man sich so sogar Sonnencreme sparen?

Beta-Carotin kann laut Ernährungsexpertin Jutta Löbert den Lichtschutzfaktor der Haut auf bis zu zwei bis drei erhöhen. Dieser Schutzmechanismus greife allerdings nur, wenn man mindestens zehn Wochen lang täglich 20 mg Beta-Carotin täglich verzehre, wird Löbert im BR-Format „Wir in Bayern“ zitiert. Der natürliche Sunblocker findet sich in Karotten, Kürbis, grünem Gemüse wie Spinat und Brokkoli. Fein zerkleinert oder erhitzt kann der Körper das Beta-Carotin aus den Gemüsesorten besser aufnehmen, heißt es weiter. Außerdem ist Beta-Carotin fettlöslich, weshalb man Butter oder Öl hinzufügen sollte.

Gesunde Ernährung schützt die Haut vor UV-Strahlen – aber nicht genug

Mediziner Stefan Kabisch vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke weist jedoch darauf hin, dass die für einen Sonnenschutzfaktor benötigten Beta-Carotin-Dosen so hoch sind, dass man täglich kilogrammweise Möhren essen müsste. Bei Rauchern bleibe der Effekt komplett aus, wird er von der Deutschen Presse-Agentur dpa zitiert. Positive Effekte auf die Haut hat eine ausgewogene und pflanzenbasierte Kost allerdings allemal. Denn die in Gemüse, Obst und anderen naturbelassenen Lebensmitteln enthaltenen Nährstoffe versorgen die Hautzellen mit wichtigen Substanzen.

Beta-Carotin und andere hautschützende Nährstoffe sind kein Ersatz für Sonnencreme!

Lebensmittel können einen leichten zusätzlichen Schutz vor Sonnenbrand bieten, dieser ist jedoch zu gering, um Sonnencreme oder entsprechende Kleidung zu ersetzen. Auch das Hautkrebsrisiko wird durch entsprechende Ernährung nicht maßgeblich verringert, wenn man sich nicht darüber hinaus mit Sonnencreme und Schattensuche vor der Sonne schützt.

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Ernährung, die die Haut vor äußeren Einflüssen wie UV-Strahlung schützt

Eine Liste an Substanzen, die die Hautgesundheit fördern und auch deren UV-Eigenschutzzeit positiv beeinflussen, wie der Bayerische Rundfunk unter Berufung auf Ernährungsexpertin Löbert und die dpa informieren:

  • Lycopin als Antioxidans: Der Tomatenfarbstoff Lycopin wirkt ähnlich wie Beta-Carotin und kann die Haut leicht vor UV-Strahlung schützen. Lycopin ist unter anderem in Wassermelonen und Tomaten enthalten. Jean Krutmann vom Leibniz Institut für Umweltmedizinische Forschung in Düsseldorf erklärt, dass Lycopin aggressive Sauerstoffverbindungen, die durch UV-Strahlen entstehen, unschädlich macht, so die dpa. Der Aufbau dieses Schutzes benötige jedoch mehrere Wochen. Und auch dann erziele man nur einen Lichtschutzfaktor von fünf bis sechs, so Krutmann.
  • Anthocyane und Flavonoide: Beeren, Kirschen und Trauben enthalten Vitamine und antioxidativ wirkende Anthocyane, die als natürlicher Sonnenschutz fungieren können. Flavonoide, die in grünem und schwarzem Tee sowie in Schokolade mit hohem Kakaoanteil enthalten sind, entfalten ähnliche Wirkung.
  • Weitere Vitamine und Nährstoffe: Vitamin A, das in Milchprodukten, Möhren und Fisch vorkommt, ist wichtig für die Bildung neuer Hautzellen, besonders nach einem Sonnenbrand. Vitamin E und B-Vitamine spielen ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Hauterneuerung. Vitamin C hilft der Haut, Feuchtigkeit zu regulieren und ist in Zitrusfrüchten, Paprika und Kartoffeln enthalten, so die dpa-Information.
  • Mineral- und Leitungswasser oder ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees: Diätassistentin Margret Morlo betont der dpa zufolge, dass eine gut durch Flüssigkeit aufgepolsterte Haut besser mit Stress, wie der Sonneneinstrahlung, zurechtkommt.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

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